Zur Geschichte des CJD in Moers

Alles fing an mit den netten Zechenhäusern auf der Pestalozzistraße in Moers-Utfort.

Im Jahr 1952 errichtete man dort das Jugenddorf Rheinpreußen - 14 Einfamilienhäuser und ein Gemeinschaftshaus. 87 Berglehrlinge aus der ganzen Bundesrepublik bezogen im Juli 1952 das Jugenddorf Rheinpreußen. In den schmucken Zechenhäusern wurden Berglehrlinge der Zeche Rheinpreussen/Schacht V während ihrer Ausbildung von Hauseltern aufgenommen und betreut.  Nicht irgendwelche Eltern erzogen die Jungen, sondern Bergmänner und Bergmannsfrauen. Sechs Berglehrlinge bildeten mit je einem „Vater“ und einer „Mutter“ eine Hausgemeinschaft und kochten das  Essen, überprüften  Kleidung und Wäsche, schmierten Dubbel und unternahmen viel in der Freizeit. Durch diese besondere Wohnform erlebten die Auszubildenden in besonderem Maße familiäre Strukturen.

Berufsbildungswerk

Seit 1977 werden unter dem Namen CJD Berufsbildungswerk Niederrhein junge Menschen mit einer Lernbeeinträchtigung ausgebildet. Jahr für Jahr bietet das Jugenddorf jungen Menschen eine Berufsvorbereitung und eine Berufsausbildung in zahlreichen anerkannten Ausbildungsberufen. Die Zwischen- und Abschlussprüfungen werden vor den zuständigen Kammern abgelegt. Die Ausbildung im CJD Berufsbildungswerk Niederrhein erfolgt im Auftrag der Agentur für Arbeit. Das Hauselternprinzip wird weiterhin angewendet. Zusätzlich gibt es im Nachbar Ort Neukirchen-Vluyn das staatlich anerkannte Berufskolleg  - CJD Christophorusschule Niederrhein.

Die Pestalozzistraße ca. 1952
Ein Hausvater vor einem der alten Zechenhäuser
Lehrlinge beim Lernen in der Küche
Das heutige Verwaltungsgebäude auf der Pestalozzistraße, Hausnummer 1
Das Baugrundstück 1972, auf dem das heutige Ausbildungsgebäude steht